Seit Jahren wird herumgeeiert, dass wir nicht genug Schiris haben. Und weil dies so ist, kann man die Bundesliga nicht so ansetzen, wie es sportlich vernünftig wäre, sondern wann Schiris verfügbar sind. Wird wohl so sein. Was könnte man denn dagegen tun? Und warum tun wir es nicht? Tja - in der Wirtschaft gibt's die Regel "Angebot und Nachfrage", wenn ich also kein Personal für irgendeinen Job kriege, muss ich halt den Lohn erhöhen, und zwar so lange, bis ich mein Problem gelöst habe. Wenn ich dieses Prinzip auf Hockey umlege und mir der Begriff "Marketing" auch inhaltlich verständlich ist und ich dieses Prinzip anwende, müsste ich eruieren, ab welcher Gage Hockey- und Ex-Hockeyspieler bereit wären, BL-Spiele am Wochenende zu pfeifen. Bekanntlich haben wir viele StudentInnen in unseren Reihen, wobei sich viele mit Nebenjobs über Wasser halten müssen, meist mit so zirka 400 Euro im Monat. Wenn man also mit Pfeifen an einem Wochenende 100 Euro verdienen könnte (z.B.: 2 BL Spiele und 1 Jugendspiel) wäre das wohl eine attraktive Alternative, und sicherlich angenehmer als die meisten Nebenjobs. Jetzt müsste man sich nur noch überlegen, wie das gehen könnte. 40 Euro pro Schiri für ein BL-A Spiel würde jedem Verein für die Herren MS (10 Spiele) 200 Euro Mehrkosten, und für die Damen MS 420 Euro Mehrkosten verursachen. Natürlich kommt sofort der Aufschrei: Das können wir uns nicht leisten, wobei aber übersehen wird, dass viele BL-Vereine an Schiristrafen jährlich weit über 1.000 Euro an den VERBAND bezahlen müssen. Womit das Geld aber weg ist, wobei die Schiri-Gebühren allerdings den VEREINEN (also vollständig dessen Mitgliedern) verbleiben. Die anderen Tarife um ca. 50% erhöhen würde auch die Attraktivität für junge Nachwuchs-Schiris steigern, womit nicht nur eine Qualitätsverbesserung sondern auch eine Einsparung bei den Schiri-Strafen erreicht werden könnte. Alle wären dann happy – ausser vermutlich der ÖHV. Der verliert nämlich die Einnahmen aus Strafen und wird daher von diesem Vorschlag kaum begeistert sein. |